Für die­sen Eintrag neh­me ich Bezug auf Informationen von:

Zudem habe ich noch mei­ne eige­ne Erfahrung in die­sen Eintrag ein­ge­bracht.

Dies sind die bekann­tes­ten Online-Handelsplattformen in der Schweiz:

Anbieter Demo Bemerkung
Bank Coop ja  
Credit-Suisse nein  
E-Sider nur Macromedia Flash  
Postfinance(E-Trading) ja  
Keytrade Bank ja mit Anmeldung  
Migrosbank ja  
Raiffeisen ja  
Swissquote nein  
SaxoBank ja mit Anmeldung Früher TrandingFlor
Tradejet nein Wurde am 7.06.2010 von Swissquote über­nom­men
Trade-net ja  
UBS nein  
ZKB ja  

Konditionen

Die Konditionen sind je nach Plattform sehr unter­schied­lich, damit gibt es nicht ein­fach den güns­tigs­ten Online-Broker. Bevorzugt ein Anleger bei­spiels­wei­se lang­lau­fen­de Obligationen und wer­den die­se bis zum Verfall gehal­ten, dann fällt die Wahl viel­leicht auf eine Plattform, die kei­ne Depotgebühren ver­langt. Swissquote könn­te für den Handel von ETF an der SIX emp­foh­len wer­den.

Transaktionskosten

Die Transaktionskosten sind eines der wich­tigs­ten Kriterien bei der Wahl einer Handelsplattform. Auf Grund der Zinseszinswirkung kön­nen zu hohe Transaktionskosten die Nettorendite über einen län­ge­ren Anlagehorizont stark redu­zie­ren. Je nach Art der gehan­del­ten Produkte und der Transaktionsgrösse füh­ren unter­schied­li­che Anbieter die Rangliste der güns­tigs­ten Courtage an. Sicher sind die bei­den schwei­ze­ri­schen Grossbanken die teu­ers­ten, auch E-Trading gehört auf die hin­ters­ten Plätze. Hierzu gibt es einen Vergleich bei Direktbanken und Online-Broker der Schweiz.

Courtage

Gemäss der Bilanz ist ein Kauf eines ETF, Wert Fr. 20’000.– an der Swiss Exchange bei der Credit-Suisse 20-mal teue­rer als bei Swissquote. Swissquote mit dem Pauschalpreis Fr. 9.– bzw. Tradejet mit Fr. 25.– sind die güns­tigs­ten beim Handel von ETFs an der Schweizer Börse. Ähnlich güns­tig sind Keytrade Bank, Saxo Bank beim welt­wei­ten Handel von ETFs. Die Courtagen für den Aktienhandel wird auch ange­führt von Keytrade Bank, Tradejet und Saxo Bank. Am güns­tigs­ten kom­men Transaktionen ab zir­ka Fr. 40’000.– mit der Pauschalgebühr von Fr. 40.– bei der Migrosbank.

Depotgebühren

Die Depotgebühren kön­nen steu­er­lich in Abzug gebracht wer­den. E-Trading und Saxo Bank erhe­ben kei­ne Depotgebühren. Raiffeisen, Tradejet und Swissqoute gehö­ren mit zir­ka 0.1% pro Jahr zu den güns­ti­ge­ren Anbietern.

Teilausführungen

Manchmal kann ein Börsenauftrag nicht in einem Mal abge­wi­ckelt wer­den. Wird der Auftrag trotz­dem an einem ein­zi­gen Handelstag voll­stän­dig abge­wi­ckelt, so wird die Courtage nur ein­mal fäl­lig. Was ist aber wenn sich die Auftragsabwicklung über meh­re­re Tage erstreckt? Einige Anbieter wie auch E-Trading (yel­lowtra­de) bie­ten die­se Möglichkeit nicht, was zu bösen Überraschungen bei der Abrechnung der Courtage füh­ren kann. Ich selbst wur­de schon zwei­mal Opfer die­ser Teilausführungen. Einige Anbieter wie Migrosbank, UBS, Credit-Suisse und Trade-net sind bezüg­lich der Teilausführung über mehr als einen Tag gross­zü­gi­ger und ver­rech­nen die Courtage nur ein­mal.

Andere Kriterien

Online handelbare Handelsplätze

Die Universalbanken wie Credit-Suisse, UBS, Migrosbank und ZKB bie­ten den Handel an fast allen gän­gi­gen Börsen der Welt.

Tools und Marktdaten

Bei eini­gen Anbietern Marktdatentool vom Auftragstool getrennt, was zu zusätz­li­chen Logins füh­ren kann. Die Migrosbank hat hier den Anschluss völ­lig ver­passt.

Mögliche Fragen bei der Evaluierung

  • Genügt ein Spezialanbieter oder bevor­zu­ge ich eine Universalbank. Dabei ist E-Trading als ein Spezialanbieter zu betrach­ten, zwi­schen dem E-Trading und E-Finance gibt es kei­ne Verbindung, nur CHF kann der Anleger zwi­schen Konten der bei­den Plattformen ohne zusätz­li­chen admi­nis­tra­ti­ven Aufwand trans­fe­rie­ren.
  • Wo möch­te ich wel­ches Produkt han­deln und wel­chen Betrag umfasst eine durch­schnitt­li­che Transaktion? Mit die­sen Anforderungen lässt sich leich­ter der güns­tigs­te Anbieter fin­den.
  • Handle ich nur die gän­gi­gen Fremdwährungen wie CHF, USD und EUR oder wer­de ich auch ande­re Währungen wie bei­spiels­wei­se JPY und GBP han­deln? Hier gibt es bei eini­gen Plattformen Beschränkungen, es kön­nen nicht in jeder Währung auch Kontos eröff­net wer­den, was zu unnö­ti­gen Währungskonvertierungen füh­ren kann.
  • Handle ich gele­gent­lich oder häu­fig. Einige Anbieter sind nicht geeig­net für den „Echtzeithandel“.
  • Werde ich auf unter­schied­li­chen Computer mei­nen Handel abwi­ckeln, bei­spiels­wei­se auf Reisen. Heute kön­nen alle Plattformen mit­tels dem Webbrowser bedient wer­den, damit ent­fällt die Installation von einer Software. Einige Anbieter haben optio­nal eine höher­wer­ti­ge Clientsoftware, die­se ver­langt natür­lich eine Installation.
  • Wenn ich mich kurz­zei­tig aus dem Aktienmarkt zurück­zie­hen möch­te, hat der Anbieter bei­spiel­wei­se Alternativen wie Festgeldanlagen. Gibt es Lombard-Kredit um eine güns­ti­ge Gelegenheit zu ergrei­fen?
  • Sicherlich muss auch berück­sich­tigt wer­den, wie sich die Plattform tech­no­lo­gisch und preis­lich fort­lau­fend dem Markt anpasst. Früher galt E-Trading als güns­tig, heu­te liegt sie nur noch im hin­te­ren Mittelfeld. Das Wachstum einer Swissquote ist eben nicht nur zufäl­lig, son­dern basiert auch auf deren Qualität.

Ich mache nur weni­ge Transaktionen, meis­tens ETFs und daher ist der Transaktionsbetrag viel­leicht etwas höhe­re, als wenn ich ein­zel­ne Aktientitel han­deln wür­de. Für mich wären die Migrosbank, Swissquote oder für Obligationen auch E-Trading eine gute Wahl.

Ein Gedanke zu „Die beste Börsenonline-Handelsplattform gibt es nicht!

  1. Pingback: Grafioschtrader Investment Blog » Meine bisherige persönliche Börsenbilanz

Kommentare sind geschlossen.