Die Medien sind defi­ni­tiv nicht lern­fä­hig, andern­falls gäbe es die­sen Blogeintrag nicht. Noch immer wer­den die­se Leerlaufprognosen der Analysten und Ökonomen durch die Medien ver­brei­tet.

Währungsprognosen sind unseriös

Gemäss Herrn Wellershoff sind Wechselkursprognosen unse­ri­ös:

Quelle: SF-Börse vom 4.07.2011 — Klaus Wellershoff, Geschäftsführer Wellershoff & Partners zu Währungsprognosen

Zurzeit kennt der Euro gegen­über dem CHF nur eine Richtung:
EUR/CHF Kurs vom 9.08.2010

Andere Analysten und Ökonomen ver­brei­ten unge­hin­dert ihren Prognosemist über Wechselkurse im Fernsehen:

Quelle: SF-Börse vom 1.07.2011 — Jan Poser, Chef-Ökonom Bank Sarasin zum CHF/EUR Kurs
Ende Mai hat­te der EUR einen leich­ten Anstieg gegen­über dem CHF, wahr­schein­lich beruht Jan Poser sei­ne Prognose auf der Fortsetzung die­ses Trends. Der Euro dreh­te wie­der in den Abwärtstrend, von den damals ange­kün­dig­ten CHF 1.30 bzw. 1.40 sind wir weit ent­fernt.

Jan Poser in den Fussstapfen von Mike Shiva

Nicht nur beim CHF/EUR-Kurs liegt Jan Poser rich­tig­ge­hend dane­ben, son­dern auch bei den Aktienindex SMI.

Wie sich Jan Poser innerhalb von nur 40 Tagen widerspricht

Anfangs Juli 2011 war Jan Poser noch opti­mis­tisch für den SMI, er pro­gnos­ti­zier­te einen Punktestand von 6600 im 3. Quartal 2011:


Quelle: SF-Börse vom 1.07.2011 — Jan Poser zu den Aktien im 3. Quartal

Auch bei die­ser Prognose stützt er sich wahr­schein­lich auf der Annahme der wei­te­ren Trendfortsetzung — stieg doch der SMI gegen Ende des Juni.

SMI Aktienindex vom 9.02.2011 - 9.08.2011

Weniger als 40 Tagen spä­ter, sieht er das 3. Quartal 2011 nicht mehr so rosig:

Quelle: Blick vom 5.08.2011 — Jan Poser

Vielleicht wäre es ange­bracht, wenn Herr Poser ein­mal sein unbrauch­ba­res Analysemodell hin­ter­fra­gen wür­de oder uns sei­ne unbrauch­ba­ren Prognosen nicht mehr mit­teilt.

Fazit

Die Zukunft ist nicht vor­her­seh­bar, vie­le Ökonomen, Analysten und die Medien haben schein­bar gros­se Mühe mit die­ser Tatsache. Die von Poser gemach­ten Prognosen sind typi­sche Beispiele sei­ner Zunft, der jüngs­te Trend der Kursentwicklung wird in die Zukunft fort­ge­schrie­ben.

Ich kann nur hof­fen, das irgend­wann sich mei­ne Bemühungen aus­zah­len wer­den und die Konsumenten die­sen Blödsinn der Kursprognosen nicht mehr erdul­den.

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